Digitale Kollekte im Gottesdienst mit QR-Code und SumUp

Kollekte am Sonntag digital ergänzen. QR-Aushang am Ausgang, SumUp-Terminal als Klingelbeutel und Ansage-Text für den Gottesdienst.

Warum die Kollekte digital ergänzen?

Immer weniger Menschen haben Bargeld dabei. Das merken viele Gemeinden am Sonntag. Der Klingelbeutel geht durch die Reihen und bleibt oft leer, obwohl die Menschen gerne geben würden.

Mit der digitalen Kollekte geben Sie allen eine zweite Möglichkeit. Wer kein Kleingeld hat, scannt einfach den QR-Code für die Kollekte im Gottesdienst. Das geht mit jedem Smartphone und dauert nur eine Minute.

Auch Gäste profitieren davon. Viele Besucherinnen und Besucher kommen nur zu Taufen, Hochzeiten oder an Weihnachten. Sie haben oft kein Konto in KirchApp und kennen die Gemeinde kaum. Mit dem QR-Code können sie trotzdem spontan spenden. Eine Gast-Spende ohne Konto ist ausdrücklich möglich.

Wichtig ist: Die digitale Kollekte ersetzt den Klingelbeutel nicht. Sie ergänzt ihn. Wer bar geben möchte, gibt weiter bar. Wer lieber mit Karte oder Handy zahlt, nutzt den digitalen Klingelbeutel. So bleibt niemand ausgeschlossen.

Vorbereitung unter der Woche

Eine gute Vorbereitung dauert etwa 20 Minuten. Am besten erledigen Sie alles schon von Montag bis Freitag. Dann bleibt der Sonntag entspannt.

  1. Spendenprojekt wählen oder anlegen. Öffnen Sie in KirchApp den Bereich "Gemeinde > Spenden". Wählen Sie das aktuelle Kollektenprojekt für den Sonntag aus. Legen Sie ein neues Projekt an, wenn das Ziel wechselt. Geben Sie einen klaren Namen ein, zum Beispiel Kollekte vom Sonntag für die Jugendarbeit.
  2. QR-Code erzeugen und groß drucken. Gehen Sie zu "Gemeinde > Admin" und öffnen Sie dort die QR-Codes für das Projekt. Alternativ nutzen Sie "Teilen > QR-Code" zum Weitergeben. Drucken Sie den Code mindestens in DIN A4 aus, besser in DIN A3. Der Code muss auch aus einem Meter Entfernung noch gut lesbar sein. Legen Sie den Ausdruck zusätzlich laminiert bereit, damit er bei Regen am Ausgang nicht aufweicht.
  3. SumUp Reader laden und testen. Für die Kollekte mit SumUp in der Kirche brauchen Sie nur ein Smartphone oder Tablet und einen SumUp Reader. Laden Sie den Reader vollständig auf. Verbinden Sie ihn über Bluetooth mit dem Handy. Machen Sie eine Testzahlung über einen Euro. So merken Sie sofort, ob alles funktioniert. Prüfen Sie auch, ob die SumUp App aktuell ist.
  4. Helfer einteilen. Bestimmen Sie eine Person für den Ausgang und eine Person für den Klingelbeutel mit Terminal. Geben Sie beiden eine kurze Einweisung. Jeder sollte den Ablauf einmal geübt haben.

Bei SumUp gibt es keinen Vertrag und keine Grundgebühr. Es fallen nur Gebühren pro Buchung an. Sie zahlen also nur, wenn wirklich gespendet wird. Die genaue Höhe sehen Sie immer aktuell in der SumUp App.

Aufbau am Sonntagmorgen

Kommen Sie etwa 30 Minuten vor Beginn. Hängen Sie den Ausdruck mit dem QR-Code am Ausgang auf Augenhöhe auf. Die beste Höhe liegt bei etwa 1,60 Metern. Achten Sie auf gutes Licht. Vermeiden Sie spiegelnde Folien und dunkle Ecken.

Legen Sie zusätzlich einen kleinen Aufsteller mit dem gleichen Code auf den Tisch für Gesangbücher oder auf das Kollektenkörbchen am Ausgang. Viele Menschen bleiben dort kurz stehen und haben Zeit zum Scannen.

Wenn Sie einen Beamer haben, bereiten Sie eine Beamer-Folie vor. Zeigen Sie darauf den QR-Code und einen kurzen Satz, zum Beispiel: Unsere Kollekte heute für die Jugendarbeit. Gerne auch digital per QR-Code. Diese Folie können Sie während der Ansage und nach dem Segen zeigen.

Prüfen Sie den Handyempfang in der Kirche. Öffnen Sie einmal die Spendenseite in KirchApp. Wenn das Netz schwach ist, legen Sie das Helfer-Handy mit dem besten Empfang für das Terminal bereit. Schalten Sie dort mobile Daten ein.

Ansage im Gottesdienst: Textvorlage zum Vorlesen

Eine kurze Ansage hilft enorm. Viele wissen noch nicht, dass die Kollekte auch digital geht. Lesen Sie den Text einfach ruhig vor. Das dauert keine Minute.

Liebe Gemeinde, unsere Kollekte heute ist für die Jugendarbeit bestimmt. Sie können wie gewohnt bar in den Klingelbeutel geben. Neu können Sie auch digital spenden. Am Ausgang hängt ein QR-Code. Scannen Sie ihn einfach mit Ihrem Handy. Sie können mit Karte, Apple Pay oder Google Pay geben, auch ohne Konto in KirchApp. Nach dem Gottesdienst geht zusätzlich ein Helfer mit einem Kartenleser durch die Reihen und am Ausgang. Vielen Dank für alles, was Sie geben.

Passen Sie den Zweck jedes Mal an. Nennen Sie immer konkret, wofür gesammelt wird. Das erhöht die Bereitschaft deutlich. Weisen Sie auch darauf hin, dass keine Anmeldung nötig ist.

Ablauf während und nach der Kollekte

Lassen Sie den normalen Klingelbeutel zuerst durch die Reihen gehen. Das ist vertraut und bleibt wichtig, gerade für ältere Besucherinnen und Besucher. Der Helfer mit dem SumUp Terminal folgt danach mit etwas Abstand.

Der Helfer hält den Reader ruhig hin und sagt einen einfachen Satz, zum Beispiel: Sie können heute auch gerne mit Karte geben. Kein Druck, kein langes Erklären. Wer möchte, hält die EC-Karte, die Kreditkarte oder das Handy kurz an das Gerät. Die Zahlung ist kontaktlos und dauert nur wenige Sekunden.

Nach dem Gottesdienst stellt sich ein Helfer mit dem Terminal an den Ausgang, direkt neben den QR-Aushang. Dort ist der beste Moment für Fragen. Zeigen Sie auf Wunsch, wie das Scannen geht. Öffnen Sie die Kamera-App, halten Sie das Handy über den Code und tippen Sie auf den Link zur Spendenseite.

Erklären Sie Gästen, dass die Gast-Spende ohne Konto möglich ist. Niemand muss sich registrieren. Name und E-Mail für die Spendenquittung sind freiwillig. Das nimmt die Scheu.

Abrechnung und Dank

Nach dem Gottesdienst prüfen Sie in KirchApp unter "Gemeinde > Spenden" die Liste der Eingänge für das Projekt. Vergleichen Sie Bargeld und digitale Eingänge. Notieren Sie die Summe für das Kollektenbuch. Das geht am Sonntag in fünf Minuten.

Bedanken Sie sich in der kommenden Woche. Schreiben Sie einen kurzen Beitrag in KirchApp oder im Gemeindebrief. Nennen Sie die Summe und den Zweck. Zum Beispiel: Danke für 320 Euro Kollekte für die Jugendarbeit, bar und digital. So sehen alle, dass ihr Beitrag ankommt.

Häufige Fragen zur digitalen Kollekte

Bleibt der normale Klingelbeutel erhalten?

Ja. Die digitale Kollekte ist nur eine Ergänzung. Bargeld bleibt weiter möglich und willkommen. Gerade viele ältere Gemeindemitglieder geben gerne bar. Beide Wege stehen gleichwertig nebeneinander.

Was kostet SumUp für die Gemeinde?

SumUp braucht keinen Vertrag und keine Grundgebühr. Sie kaufen einmal den Reader und nutzen ein normales Smartphone oder Tablet. Dazu kommen nur Gebühren pro Buchung. Sie zahlen also nur bei tatsächlichen Spenden. Alle Kosten und Auszahlungen sehen Sie transparent in der App.

Was tun, wenn die Kirche kein Internet hat?

Prüfen Sie vorab den Empfang. Oft reicht es, das Fenster zu öffnen oder sich näher an die Tür zu stellen. Nutzen Sie mobile Daten statt WLAN. Wenn das Netz sehr schwach ist, verweisen Sie vor allem auf den QR-Code am Ausgang im Freien. Dort ist der Empfang meist besser. Der Reader braucht für die Zahlung eine Verbindung, deshalb hilft ein Handy mit gutem Netz.

Wie nehmen wir ältere Besucher mit?

Erklären Sie alles langsam und ohne Fachwörter. Zeigen Sie den Aushang nach dem Gottesdienst persönlich. Sagen Sie klar, dass niemand ein neues Handy oder ein Konto braucht. Wer unsicher ist, gibt weiter bar. Bitten Sie jüngere Helfer um Geduld und Freundlichkeit. Ein Lächeln hilft mehr als Technik.

Wenn Sie die digitale Kollekte drei oder vier Sonntage in Folge anbieten, wird sie schnell normal. Hängen Sie den QR-Code immer an die gleiche Stelle. Nutzen Sie die gleiche Ansage. Dann wissen bald alle Bescheid und die Summe wächst Schritt für Schritt.