Welcher Zahlungsanbieter passt zu deiner Gemeinde: Stripe, Mollie, SumUp oder PayPal

Gebühren, Zahlungsarten und Einsatz im Vergleich. Finde heraus, ob Stripe, Mollie, SumUp oder PayPal zu Kollekte und Spendenprojekt passt.

Kurzantwort: Welcher Anbieter passt zu welchem Ziel?

Für diesen Vergleich der Zahlungsanbieter für Spenden in der Kirche gilt eine einfache Faustregel. Wer online möglichst viele Menschen erreichen will, liegt mit Mollie oder Stripe meist richtig. Wer einen Ersatz für Bargeld am Sonntagsausgang sucht, sollte sich SumUp ansehen. Und wer oft hört, dass Spenderinnen und Spender am liebsten mit ihrem PayPal Konto zahlen, bindet PayPal zusätzlich an.

Bei der Frage digitaler Klingelbeutel oder Online Spende musst du dich nicht für eine Seite entscheiden. Viele Gemeinden nutzen beides. Die Online Spende läuft über die App und die Website. Der digitale Klingelbeutel steht am Ausgang oder beim Kirchencafé. Beide Wege landen sauber dokumentiert in der gleichen Übersicht und lassen sich als CSV für die Buchhaltung exportieren.

Unsere Empfehlung für den Start lautet daher: Wähle einen Hauptanbieter für Online Spenden und ergänze ihn bei Bedarf um einen zweiten Weg. Das erhöht die Erfolgsquote und gibt Spenderinnen und Spendern Wahlfreiheit. Wie du Anbieter hinterlegst, findest du in der App unter "Gemeinde > Spenden".

Die vier im Überblick

Stripe für Gemeinden mit internationaler Reichweite

Stripe ist ein weltweit verbreiteter Zahlungsdienstleister mit starker Technik für Karten und SEPA Lastschrift. Er eignet sich gut für Gemeinden, die regelmäßig Online Kollekten, Spendenprojekte und Aktionen mit vielen Gästen durchführen. Die Einrichtung ist klar geführt und für Kassenverantwortliche gut nachvollziehbar.

Typischer Einsatz in der Kirche ist die Online Spende per Link oder QR Code. Für gemeinnützige Organisationen gibt es je nach Land und Status besondere Konditionen. Ob und in welcher Höhe diese für deine Gemeinde gelten, klärst du direkt mit Stripe. Prüfe immer die tagesaktuellen Konditionen beim Anbieter.

Mollie für einfache Vielfalt in Europa

Mollie ist ein Anbieter mit Sitz in den Niederlanden und dadurch für viele europäische Gemeinden interessant. Die Stärke liegt in der breiten Auswahl an Zahlungsarten über einen einzigen Vertrag. Dazu gehören grob Karten, SEPA, Sofort ähnliche Verfahren, Apple Pay und auch PayPal als Methode.

Typischer Einsatz ist die breite Online Kollekte, bei der niemand an der Zahlungsart scheitern soll. Wichtig dabei: Mollie kann PayPal als eine von vielen Methoden enthalten, während PayPal als eigener Anbieter zusätzlich direkt angebunden werden kann. Für die Kirchenpflege vereinfacht das die Abstimmung.

SumUp als digitaler Klingelbeutel ohne Vertrag

SumUp funktioniert anders als die reinen Online Anbieter. Die Spende erfolgt vor Ort über ein kleines Kartenlesegerät in Verbindung mit einem Smartphone. Es braucht keinen Vertrag und keine Grundgebühr. Gebühren fallen pro Buchung an, wenn tatsächlich gespendet wird.

Typischer Einsatz ist der Ausgang nach dem Gottesdienst, das Gemeindefest oder der Basar. Viele Teams nutzen das Gerät wie einen digitalen Klingelbeutel. Wichtig ist nur, dass ein geladenes Smartphone und das Lesegerät bereitliegen und eine stabile Internetverbindung besteht. Bei der Frage SumUp oder Stripe für die Kirche geht es also nicht um besser oder schlechter, sondern um vor Ort oder online.

PayPal als Wunsch vieler Spenderinnen und Spender

PayPal ist seit Version 2.2.0 als eigener Anbieter in KirchApp verfügbar. Viele Menschen kennen das Verfahren aus dem Alltag und vertrauen ihm. Die Anbindung erfolgt über Client ID und Secret aus dem eigenen PayPal Geschäftskonto. Du kannst zuerst im Testmodus prüfen und danach in den Live Modus wechseln.

Typischer Einsatz ist die Ergänzung zu einem bestehenden Online Anbieter. Wenn ein Gast kein Kartenformular ausfüllen möchte, aber ein PayPal Konto hat, bleibt die Spende trotzdem möglich. Das senkt Abbrüche bei Kollekten und zeitlich begrenzten Aktionen.

Vergleichstabelle für die Kirchenpflege

Die folgende Übersicht hilft der Kirchenpflege und dem Kassen-Team bei der ersten Einordnung. Details wie genaue Gebühren und Auszahlungszeiten ändern sich. Prüfe deshalb immer die aktuellen Konditionen beim Anbieter.

AnbieterTypisch fürZahlungsarten grobHardware nötigHinweis
StripeOnline Spende mit internationaler ReichweiteKarten und SEPA, weitere Methoden je nach EinstellungNein, nur Smartphone oder Computer für VerwaltungKonditionen für Gemeinnützige beim Anbieter anfragen
MollieBreite Online Kollekte in EuropaKarten, SEPA, Sofort ähnliche Verfahren, Apple Pay, auch PayPal als Methode möglichNein, nur Smartphone oder Computer für VerwaltungEU Sitz in den Niederlanden, viele Methoden über einen Vertrag
SumUpDigitaler Klingelbeutel vor OrtKarte und kontaktloses Zahlen am LesegerätJa, Kartenlesegerät plus SmartphoneKein Vertrag und keine Grundgebühr, Abrechnung pro Buchung
PayPalErgänzung für Spenden nach SpenderwunschZahlung über das PayPal KontoNein, nur Smartphone oder Computer für VerwaltungAnbindung über Client ID und Secret, mit Testmodus und Live Modus

Kosten Prinzip: KirchApp verlangt nichts extra

KirchApp selbst berechnet für Spenden und Kollekten keinen Aufschlag. Es fallen nur die Transaktionsgebühren des jeweiligen Zahlungsanbieters an. Das gilt für alle vier Wege gleich. So bleibt die Kalkulation für Haushalt und Kassenprüfung transparent.

Die genaue Höhe der Anbietergebühren hängt von Methode, Land, Volumen und Status der Gemeinde ab. Wir nennen hier bewusst keine Prozentsätze, weil sie sich ändern können und je nach Vertrag abweichen. Bitte prüfe die tagesaktuellen Preise direkt beim Anbieter, bevor du dich festlegst.

Für die Buchhaltung kannst du alle Eingänge als CSV exportieren. Lege dazu am besten einen festen Rhythmus fest, zum Beispiel wöchentlich nach dem Gottesdienst oder monatlich für den Abschluss. So findet die Kassenverantwortung jeden Betrag schnell wieder.

Kombination empfehlen: Zwei Wege sind besser als einer

Für Spendenprojekte empfehlen wir zwei Anbieter als Kombination. Ein Beispiel ist Mollie oder Stripe als Basis für die Online Spende, plus PayPal für alle, die diesen Weg bevorzugen. Fällt eine Methode beim Spender aus oder wird abgelehnt, bleibt der zweite Weg als Fallback.

Auch die Gast Spende profitiert von Auswahl. Gäste spenden eher, wenn sie ihre gewohnte Methode sehen und keinen neuen Account anlegen müssen. Halte das Formular kurz und erkläre in zwei Sätzen, wofür das Geld verwendet wird. Das wirkt besser als lange Texte.

  • Online Basis: Mollie oder Stripe für Karten, SEPA und weitere Methoden.
  • Wunsch Ergänzung: PayPal direkt dazu, wenn viele danach fragen.
  • Vor Ort Ergänzung: SumUp als digitaler Klingelbeutel am Ausgang oder Feststand.

Verwalte die Anbindung zentral unter "Gemeinde > Spenden". Dort hinterlegst du die Zugänge und prüfst im Testmodus, ob alles funktioniert. Erst danach schaltest du das Projekt für die Gemeinde sichtbar.

Entscheidung in drei Fragen

  1. Braucht ihr Bargeldersatz am Sonntag? Wenn ja, startet mit SumUp vor Ort. Ihr braucht nur Lesegerät und Smartphone, ohne langfristigen Vertrag. Wenn nein, reicht zunächst ein Online Anbieter für Kollekte und Projekte.
  2. Ist euch ein EU Sitz wichtig? Wenn Datenschutz und europäischer Sitz für Gremien wichtig sind, schaut euch Mollie mit Sitz in den Niederlanden zuerst an. Klärt offene Fragen zur Auftragsverarbeitung direkt mit dem Anbieter.
  3. Was nutzen eure Spender wirklich? Fragt im Kirchenvorstand, im Team und in der Gemeinde nach. Wenn viele PayPal nennen, bindet PayPal zusätzlich an. Wenn viele per Karte oder Apple Pay zahlen, achtet bei Stripe oder Mollie auf diese Methoden.

Nach diesen drei Antworten ist die Auswahl meist klar. Kleine Gemeinden starten oft mit einem Online Anbieter und SumUp für Feste. Größere Gemeinden mit vielen Projekten nutzen zwei Online Wege parallel. Wichtig ist, dass Kasse und Verwaltung den Ablauf verstehen und der Export für die Buchhaltung geklärt ist.

Häufige Fragen

Können mehrere Anbieter parallel laufen?

Ja. Du kannst mehrere Anbieter hinterlegen und pro Spendenprojekt auswählen, welche Wege angeboten werden. Das ist sinnvoll für Aktionen mit vielen Gästen. Teste vorher jede Methode einmal selbst, auch auf dem Smartphone.

Kann ich den Anbieter nachträglich wechseln?

Ja. Du kannst einen neuen Anbieter hinterlegen und im Projekt umstellen, ohne das Projekt neu anzulegen. Bereits eingegangene Spenden und Exporte bleiben erhalten. Informiere kurz die Kasse, damit Auszahlungen richtig zugeordnet werden.

Wohin fließt das Geld bei der Auszahlung?

Die Auszahlung läuft immer über den jeweiligen Zahlungsanbieter auf das dort hinterlegte Gemeindekonto. KirchApp verwaltet die Übersicht, aber kein Geld. Prüfe im Anbieter Dashboard Auszahlungsrhythmus und Konto, besonders vor großen Festen und Sammelaktionen.