PayPal als Zahlungsanbieter für Spenden in die KirchApp integrieren: Geschäftskonto prüfen, Client ID und Secret anlegen, testen und live schalten
PayPal ist seit KirchApp Version 2.2.0 als eigener Zahlungsanbieter verfügbar. Viele Menschen kennen PayPal vom Einkaufen im Internet. Sie melden sich mit ihrem PayPal Konto an und bestätigen die Zahlung mit wenigen Klicks. Eine Kartennummer muss niemand abtippen.
Das hilft vor allem bei spontanen Spenden. Wer im Gottesdienst einen QR Code sieht oder zu Hause einen Link öffnet, ist schnell fertig. Der Ablauf ist vertraut. Das senkt Abbrüche bei Kollekten und zeitlich begrenzten Aktionen.
In der KirchApp steht PayPal gleichberechtigt neben Stripe, Mollie und SumUp. Du kannst mehrere Anbieter parallel nutzen. Spenderinnen und Spender wählen an der Kasse einfach ihre bevorzugte Methode. Die Spende landet automatisch im richtigen Spendenprojekt.
Prüfe diese drei Punkte, bevor du startest. Dann läuft die Einrichtung ohne Unterbrechung durch.
Die reine Einrichtung in PayPal und KirchApp dauert etwa 15 Minuten. Voraussetzung ist ein bereits geprüftes und aktives PayPal Geschäftskonto. Lege am besten Laptop und Smartphone nebeneinander. So kannst du Werte kopieren und direkt in der KirchApp einfügen.
Öffne PayPal und melde dich mit dem Geschäftskonto der Gemeinde an. Prüfe, ob das Bankkonto der Gemeinde als Auszahlungskonto hinterlegt ist. Nur dann kommt das Geld später automatisch an der richtigen Stelle an.
Falls mehrere Personen das Konto verwalten, kläre vorher, wer zuständig ist. Die Zugangsdaten für PayPal gehören nur in vertrauenswürdige Hände. Das Secret behandelst du später wie ein Passwort.
Wenn ihr noch kein Geschäftskonto habt, erstellt zuerst eines. Als Kirchengemeinde plant dafür mehrere Tage Vorlauf ein. PayPal prüft Bankkonto, vertretungsberechtigte Person und je nach Fall weitere Nachweise. Das gilt besonders bei Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts. Startet diesen Schritt also rechtzeitig vor dem ersten Spendenprojekt. Erst wenn das Konto aktiv ist, gelten die 15 Minuten für die technische Einrichtung.
Die KirchApp fragt nach zwei Werten. Das sind die Client ID und das Secret. Beide gehören zu einer App im PayPal Developer Bereich. Sie identifizieren deine Gemeinde gegenüber PayPal.
Oben im Dashboard findest du einen Schalter für Sandbox und Live. Das ist wichtig. Sandbox ist die Testumgebung ohne echtes Geld. Live ist der Echtbetrieb mit echten Spenden.
Auf der Detailseite steht oben die Client ID im Klartext. Das Secret ist zunächst verborgen. Klicke auf Anzeigen und kopiere beide Werte sorgfältig. Achte darauf, dass du keine Leerzeichen mit kopierst.
Sandbox und Live haben jeweils eigene Werte. Die Sandbox Client ID gilt nur für Tests. Die Live Client ID gilt nur für echte Spenden. Wechsle oben den Schalter und kopiere die Werte getrennt.
Ein guter Ablauf ist dieser. Richte zuerst alles mit den Sandbox Werten ein und teste in Ruhe. Wechsle danach zu den Live Werten für den Alltag. So fließt erst dann echtes Geld, wenn alles geprüft ist.
Jetzt trägst du die Werte in der KirchApp ein. Die KirchApp prüft die Daten beim Speichern direkt gegen PayPal. Ungültige Daten werden sofort abgelehnt.
Wenn die Meldung "PayPal-Daten ungültig" erscheint, prüfe drei Dinge. Stimmen Client ID und Secret exakt. Passt der Modus zu den Werten. Hast du versehentlich ein Leerzeichen mit kopiert. Korrigiere die Eingabe und versuche es erneut.
Nach dem Speichern zeigt die KirchApp PayPal als eingerichtet an. Du kannst die Daten später unter dem gleichen Weg aktualisieren oder löschen. Das ist zum Beispiel nach einem Secret Wechsel nötig.
Erst wenn PayPal als Anbieter hinterlegt ist, kannst du Projekte damit anlegen. Ohne hinterlegte Daten bleibt die Auswahl gesperrt.
Eine ausführliche Anleitung zum Anlegen findest du hier: Erstes Spendenprojekt erstellen von A bis Z. Dort stehen auch Tipps für gute Titel und Beschreibungen.
Teste immer vor dem ersten öffentlichen Aufruf. Bitte am besten eine zweite Person um Hilfe. So siehst du den Ablauf mit den Augen deiner Spender.
In der Projektübersicht siehst du danach den Status. Bezahlt erscheint grün mit Haken. Offen oder ausstehend erscheint gelb. Das bedeutet, dass der Vorgang bei PayPal noch nicht abgeschlossen wurde.
Wenn eine Spende lange gelb bleibt, hat die Person meist bei PayPal abgebrochen. Das ist normal und kein Fehler. Bitte die Person freundlich, es erneut zu versuchen. Bei Sandbox Tests nutzt du ein PayPal Sandbox Konto statt echtem Geld.
Für Spenden über PayPal fallen PayPal Gebühren an. Die Höhe hängt von Tarif, Land und Spendenart ab. Aktuelle Zahlen findest du direkt bei PayPal auf der Seite zu Händlergebühren. Plane diese Kosten bei deiner Kalkulation mit ein.
Die KirchApp selbst verlangt für die PayPal Anbindung nichts extra. Es gibt keinen zusätzlichen Aufschlag für die Zahlung. Du zahlst also nur das, was PayPal für die Abwicklung berechnet. Mehr dazu steht hier: Transaktionskosten für Spenden in der KirchApp.
Die Auszahlung läuft immer über PayPal auf das dort hinterlegte Gemeindekonto. Die KirchApp verwaltet kein Geld. Sie zeigt nur die Übersicht. Für die Buchhaltung kannst du alle Eingänge als CSV exportieren. Wie das geht, steht hier: Spendenauswertung als CSV exportieren. Lege dafür am besten einen festen Rhythmus fest, zum Beispiel wöchentlich oder monatlich.
PayPal ist eine gute Ergänzung zu einem Basis Anbieter. Viele Gemeinden nutzen Stripe oder Mollie für Karten und SEPA und bieten PayPal zusätzlich an. Wenn ein Gast kein Kartenformular ausfüllen möchte, aber ein PayPal Konto hat, bleibt die Spende trotzdem möglich.
Welche Kombination zu euch passt, hilft dieser Vergleich: Welcher Zahlungsanbieter passt zu deiner Gemeinde. Dort stehen Einsatz, Zahlungsarten und Hinweise für die Kirchenpflege im Überblick.
Für Kollekten vor Ort ist zusätzlich SumUp als digitaler Klingelbeutel interessant. Wie du QR Codes im Gottesdienst einsetzt, steht hier: Digitale Kollekte im Gottesdienst mit QR-Code und SumUp.
Sandbox nutzt die Testumgebung von PayPal. Dort fließt kein echtes Geld. Live nutzt dein echtes Geschäftskonto. Dort kommt echtes Geld an. Nutze Sandbox zum Üben und Live für den Alltag. Achte darauf, dass Werte und Modus immer zusammenpassen.
Das ist kein Problem. Öffne developer.paypal.com und dort deine App unter "Apps & Credentials". Erstelle dort ein neues Secret. Trage das neue Secret danach in der KirchApp unter "Gemeinde > Spenden" im Bereich "Zahlungsanbieter konfigurieren" ein und speichere. Das alte Secret verliert dann seine Gültigkeit.
Prüfe zuerst, ob Client ID und Secret vollständig kopiert sind. Ein fehlendes Zeichen reicht für einen Fehler. Prüfe danach den Modus. Sandbox Werte funktionieren nicht im Live Modus und umgekehrt. Wenn es weiter scheitert, lege in PayPal ein neues Secret an und trage es neu ein.
Das hängt von den Einstellungen von PayPal und vom Land der spendenden Person ab. In vielen Fällen bietet PayPal auch eine Gast Zahlung mit Karte an. Darauf haben wir keinen Einfluss. Es hilft, im Projekt zusätzlich einen weiteren Anbieter wie Stripe oder Mollie aktiv zu lassen. So hat jeder Gast eine passende Alternative.
Nein, die Zugangsdaten hinterlegst du einmal pro Gemeinde. Danach wählst du PayPal einfach bei jedem neuen Spendenprojekt als Anbieter aus. Das ist praktisch für Kollekte, Jugendarbeit oder Kirchenrenovierung parallel.
Das Geld fließt über PayPal direkt auf das im PayPal Geschäftskonto hinterlegte Gemeindekonto. Die KirchApp zeigt dir Status und Übersicht. Die Auszahlung selbst stellst du im PayPal Dashboard ein. Prüfe vor großen Aktionen Konto und Auszahlungsrhythmus.
Wenn PayPal aktiv ist, mache dein Angebot sichtbar. Teile den Link zum Spendenprojekt im Gemeindebrief, auf der Webseite und per QR Code im Schaukasten. Erkläre in einem Satz, dass Spenden jetzt auch mit PayPal möglich sind.
Prüfe in den ersten Wochen regelmäßig die Statusanzeige in der Übersicht. So gewinnst du Vertrauen in den neuen Weg. Wenn alles gut läuft, kannst du weitere Projekte anlegen und bei Bedarf einen zweiten Anbieter ergänzen.
Lust auf mehr Überblick. Lies danach diese Anleitungen: Digital Spenden mit der KirchApp und Erstes Spendenprojekt erstellen von A bis Z.